FAQ – BaustellenInfo digital Rheinland-Pfalz
SPERRINFOSYS
Grundlage in SPERRINFOSYS ist das Gesamtstraßennetz (mit allen Straßenklassen auf der Basis von TT-SIB). Die Gemeindestraßen werden aus ATKIS übernommen.
Die regionalen Dienststellen des LBM erfassen alle Baustellen des LBM auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, auch innerhalb geschlossener Ortschaften.
Ja, in der Vorschau kann der Anwender alles anschauen, was erstellt wurde, bevor die Freigabe für die verkehrsrechtliche Anordnung erfolgt.
Durch die Arbeit mit einem zentralen Datenbestand kann eine Verkehrsbehörde auch die geplanten, vorbereiteten oder angeordneten Verkehrsraumeinschränkungen der angrenzenden oder territorial überlappenden Verkehrsbehörden sehen.
Ja, der Zugriff auf die „Lesbarkeit“ kann entsprechend eingerichtet werden (Leserecht auf die verkehrsrechtliche Anordnung oder Baustelleninformationsblatt).
Grundsätzlich werden in der Karte die Verkehrsraumeinschränkungen aller Verkehrsbehörden angezeigt. Wichtige Attribute sind immer sichtbar. Eine Filterung der Daten kann vom Anwender individuell vorgenommen werden.
SPERRINFOSYS ist kein originäres Kommunikations- und Abstimmungstool.
Regelpläne können nicht mit SPERRINFOSYS erstellt werden. Es existiert am Markt ein breites Angebot entsprechender Software.
In SPERRINFOSYS kann allerdings ein Regelplan als Dokument zum Vorgang hinzu geladen werden.
Diese Funktion ist nicht gegeben und derzeit auch nicht zur Integration vorgesehen.
Wenn eine verkehrsrechtliche Anordnung bereits archiviert war, kann sie als Vorlage wiederverwendet werden („kopieren“). Diese Funktion eignet sich beispielsweise für wiederkehrende Sperrungen wie bei Festivitäten o.ä.
War eine verkehrsrechtliche Anordnung noch nicht archiviert, dann ist eine Verlängerung der Baustelle möglich.
Der Informationstext zu Baustellen kann in SPERRINFOSYS jederzeit geändert werden. Dieser Textblock wird in die Mobilithek des Bundes übertragen und ist auch bei den Meldungen im Mobilitätsatlas RP sichtbar.
Nein; Baustellenabnahmen, -kontrollen und Mängelberichte sind nicht Bestandteil der Anwendung SPERRINFOSYS. Allerdings können über die „Notizfunktion“ Bemerkungen, wie keine Mängel oder Mängel vorhanden, eingetragen werden. Es ist eine App in Entwicklung, die eine Baustellenabnahme sowie eine Dokumentation von Baustellenkontrollen und festgestellter Mängel unterstützt.
Ja; die E-Mail kann über „Anlage“ eingefügt und somit in SPERRINFOSYS als Dokument hinterlegt werden.
Sie muss vorher in ein pdf-Dokument umgewandelt werden. Als Standard wurde festgelegt, dass nur pdf-Dokumente in SPERRINFOSYS hochgeladen werden können.
Alle Verkehrsraumeinschränkungen können komplett oder gefiltert nach Excel exportiert werden. In Excel kann man diese anschließend weiterverarbeiten.
Eine Implementierung von speziellen Reporten direkt in SPERRINFOSYS ist ebenfalls möglich. Hierdurch fallen zusätzliche Kosten an.
Eine digitale Signatur ist aktuell in SPERRINFOSYS nicht möglich. Dies ist eine der Anforderungen für eine Fortentwicklung des Programms. Auch hier könnten die möglichen Anforderungen aus dem OZG-Prozess Berücksichtigung finden.
Erfahrungen liegen im LBM noch nicht vor. Die elektronische Akte wurde 2025 beim LBM eingeführt.
Grundsätzlich ist eine Kopplung mit anderen Fachverfahren über eine Schnittstelle zu SPERRINFOSYS aber möglich. Es ist eine Anwendung, die geeignet ist, die Digitalisierung voran zu treiben.
Der LBM hat beim LDI das Hosting von SPERRINFOSYS als Testsystem und auch als Produktivsystem beauftragt. Es bietet die Möglichkeit, dass Nutzer sich die Anwendung zunächst in einer Testumgebung erschließen und die Funktionalitäten erproben.
Nutzer können bei entsprechender Reife anschließend ins Produktivsystem wechseln und ihre verkehrsrechtlichen Anordnungen hier eingeben und veröffentlichen.
Nur im Produktivsystem erfasste Baustelleninformationen gehen automatisch auch in den nationalen Zugangspunkt des Bundes und den Mobilitätsatlas Rheinland-Pfalz über.
SPERRINFOSYS ist in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in der Anwendung.
Durch das Ausfüllen von Eingabemasken wird der Inhalt einer verkehrsrechtlichen Anordnung erfasst. Das Design des Formulars „Straßenverkehrsrechtliche Anordnung“ und „Baustelleninformationsblatt“ wurde zuvor abgestimmt und ist in SPERRINFOSYS hinterlegt. Ziel ist, dass die Verkehrsbehörden in Rheinland-Pfalz mit einem nach Außen einheitlichen Formulardesign agieren.
Im Rahmen der Erstellung der „Straßenverkehrsrechtlichen Anordnung“ wird auch eine Vorlage zur Abmeldung einer Verkehrsbeschränkung erstellt.
Falls weitere Vordrucke notwendig sind, kann SPERRINFOSYS kostenpflichtig erweitert werden. Ziel sollte die Einsparung von Papier sein und eine weitestgehende elektronische Datenverarbeitung wird angestrebt.
Alle mit dem Programm Sperrinfosys generierte Dokumente können als PFD erzeugt, und somit in weitere Anwendungen übertragen werden.
Bei der Bearbeitung von Anträgen der Großraum- und / oder Schwertransporten ist die Durchführung einer Streckenprüfung zu empfehlen. Dies bedeutet, dass innerhalb des GST-Antragsverfahren Informationen aus SPERRINFOSYS einbezogen werden, was ggf. zu automatisiert erstellten Fahrauflagen führen kann.
Zur Bearbeitung von GST-Anträgen bietet die NOVASIB GmbH das Produkt NOVALAST an.
Somit wird eine doppelte Datenhaltung vermieden; es wird immer mit aktuellen Daten gearbeitet.
Kosten für Kommunen
Die Landeslizenz für SPERRINFOSYS umfasst auch eine kommunale Teilnahme. Die Nutzung ist damit für die Kommunen kostenlos.
Verfügen Kommunen bereits über eine eigene Software und soll diese per Schnittstelle Daten an SPERRINFOSYS übertragen fallen zusätzliche Kosten an für:
- die Implementierung einer Schnittstelle im Drittsystem und
- die Bereitstellung einer Testumgebung, für Support und Zertifizierungsprozess bei der NOVASIB GmbH (Dauer ca. 3 Monate).
Die Kostenübernahme für Schnittstellen zu Drittsystemen werden zwischen der interessierten Kommune und dem Land / LBM geklärt.
Für die Schnittstelle zur Datenkommunikation zwischen ALVA und SPERRINFOSYS wurde eine Landeslizenz erworben. Voraussetzung für die Nutzung dieser Schnittstelle ist, dass für ALVA der Programmteil § 45 Baumaßnahmen bzw. das Modul § 29 Veranstaltungen lizenziert ist, da die Anbindung an die Schnittstelle nur über diese beiden Module realisiert ist.
Für ALVA-Bestandskunden fallen für die Nutzung der Schnittstelle pauschale monatliche Wartungsgebühren in Höhe von 15,00 EUR (netto) an.
Schnittstellen und Dienste
SPERRINFOSYS verfügt über eine WFS-Schnittstelle und eine DATEX-II Schnittstelle zum nationalen Datenzugangspunkt des Bundes (Mobilithek, früher Mobilitätsdatenmarktplatz MDM).
WFS-Schnittstelle
SPERRINFOSYS besitzt eine dokumentierte WFS-Schnittstelle zum bidirektionalen Datenaustausch. Mittels dieser Schnittstelle können andere Programmsysteme (Drittsysteme) im Gesamtsystem eingebunden werden.
Die Integration von neuen unbekannten Programmsystems (Drittsystemen) bedarf einer Weiterentwicklung im Drittsystem. Die NOVASIB GmbH stellt in diesem Zeitfenster eine Testumgebung und speziellen Support für diese andere Firma bereit. Nach Abschluss der Weiterentwicklung des Drittsystems erfolgt eine Zertifizierung, in der der ordnungsgemäße Datenaustausch überprüft wird. Dieser Prozess ist kostenpflichtig.
Schnittstelle zum nationalen Zugangspunkt
Zwischen dem zentralen SPERRINFOSYS-Hostsystem existiert eine DATEX II Schnittstelle zum nationalen Zugangspunkt des Bundes. Durch die Erfassung von Verkehrsraumeinschränkungen in SPERRINFOSYS können diese Daten sofort an den nationalen Zugangspunkt übertragen werden. Der Datenumfang und die Weitergabe an Dritte kann genau gesteuert werden.
Eine Kommune muss somit keine eigene Schnittstelle zum nationalen Zugangspunkt beauftragen.
Eine WFS-Schnittstelle ist in SPERRINFOSYS vorhanden. Es können Daten zu Verkehrsraumeinschränkungen bidirektional ausgetauscht werden.
Innerhalb dieser Schnittstelle werden auch geografische Daten ausgetauscht.
Ergänzender Hinweis: Der Mobilitätsatlas Rheinland-Pfalz (www.verkehr.rlp.de) kann als Darstellungstool genutzt werden.
Folgende Firmen haben ihre Produkte bereits erfolgreich erweitert und eine Schnittstelle zu SPERRINFOSYS implementiert:
- ALVA von Ascherslebener Computer GmbH
- VMS von EDV Dr. Haller & Co.
- VIA von CAOS Computersoftware für Anwendungs-Orientierte Systeme GmbH
- ARCHIKART von Archikart
- ZEBRA von IFAK e.V
Hierbei sollte immer eine aktuelle Programmversion des Drittsystems eingesetzt werden.
Die Schnittstellen-Lizenz ist beim Hersteller der Drittsysteme abzufragen.
Vor dem produktiven Einsatz empfiehlt sich eine Einarbeitung auf einem Testsystem, um den funktionalen Ablauf kennenzulernen.
Interessenten für eine Schnittstelle zwischen SPERRINFOSYS und Drittsystemen senden bitte eine E-Mail an baustelleninfo-rlp(at)lbm.rlp.de.
Für Drittsysteme gibt es eine Schnittstellenbeschreibung zu SPERRINFOSYS, die auf Anfrage vom LBM zur Verfügung gestellt werden kann.
Seitens der NOVASIB GmbH wird ein Zertifizierungsprozess (Dauer ca. 3 Monate) angeboten, in dem die Anbindung des Drittsystems an SPERRINFOSYS geprüft wird. Die Kostenübernahme hierfür ist zwischen interessierter Kommune und Land / LBM zu klären. Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an baustelleninfo-rlp(at)lbm.rlp.de.
Die erste kommunale Pilotphase wurde erfolgreich durchgeführt. Für die Nutzung von SPERRINFOSYS über das kNRP müssen lediglich die Webadressen in den Firewall-Einstellungen freigeschaltet werden, sollten diese nicht schon zur Verfügung stehen.
Der Datenaustausch zwischen einem Drittsystem und SPERRINFOSYS wird grundsätzlich vom Drittsystem selbst gesteuert (Triggerpunkte, Intervalle, manuell, automatisch).
Die Schnittstelle von SPERRINFOSYS steht durchgehend bereit.
SPERRINFOSYS bietet einen bidirektionalen Datenaustausch an, wobei nur eigene Daten bearbeitet werden können.
Auf Daten anderer Verkehrsbehörden kann nur lesend zugegriffen werden.
Ein Export von Daten als CSV-Datei ist in Planung. Diese Datei kann dann von externen Kassensystemen eingelesen und weiterverarbeitet werden.
Eine Implementierung einer Schnittstelle zu einem Kassensystem in SPERRINFOSYS ist möglich. Hierdurch fallen zusätzliche Kosten an.
Kommunaler Rollout
Der LBM RP ist federführend bei der Einbindung der Kommunen. Die Kommunen, die Interesse an dem Baustelleninformationssystem haben, können dies bekunden, indem Sie sich per e-Mail unter der Adresse baustelleninfo-rlp(at)lbm.rlp.de melden. Der LBM RP wird die eingehenden Meldungen der Kommunen verwalten und daraufhin die notwendigen Nachbesprechungen und Schulungen des Systems koordinieren und die Termine an die Kommunen weitergeben. Mit Schulungen wurde im September 2022 begonnen. Weitere Schulungen werden regelmäßig im LBM angeboten. Nach den Schulungen erhalten Kommunen Zugang zu einem Testsystem und können sich erproben. Danach erhalten die Kommunen den Zugang zum Echt-System und werden für BaustellenInfo freigeschaltet. Währenddessen gibt es stets Support vom LBM.
Die Teilnahme am Verwaltungsclient ist kostenlos, da es sich hierbei um eine Landeslizenz handelt.
Haben Kommunen schon ein eigenes Programm für die Erstellung von verkehrsbehördlichen Anordnungen (z.B. ALVA, VMS von Dr. Haller oder VIA von CAOS), können diese Daten über eine Schnittstelle in das BaustellenInfo digital integriert werden.
Weitere benötigte Schnittstellen sind aktuell nicht bekannt, können aber bei Bedarf programmiert werden.
Der Anschluss von Kommunen an SPERRINFOSYS über den Verwaltungsclient oder via Schnittstelle ist freiwillig und kann jederzeit erfolgen.
Mobilitätsatlas
Die Daten / Informationen zu Verkehrsraumeinschränkungen (Baustellen) werden im Datex II - Format zunächst an die Mobilithek (ehemals Mobilitäts Daten Marktplatz - MDM), also den nationalen Zugangspunkt des Bundes, geliefert und dort publiziert. Der Mobilitätsatlas als einer der „Datenabnehmer“ der Mobilithek verarbeitet diese Daten für die Internet-Präsentation. Das bedeutet, dass zwischen dem Absenden der Information und der Veröffentlichung im Mobilitätsatlas aufgrund der jeweiligen Aktualisierungsintervalle (max. 10 Minuten) insgesamt maximal 20 Minuten vergehen können.
Derzeit sind im Mobilitätsatlas bereits viele weitere Daten und Dienste, z.B. auch Meldungen der Polizei eingepflegt. Weitere Kooperationen, z.B. mit der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz sind angefragt, um auch Schadensereignisse wie z.B. Hochwasser, die Verkehrsraumeinschränkungen zur Folge haben, von diesen Stellen erfassen und veröffentlichen zu können.
Wie kommt es, dass kaum Daten für den Schwerlastverkehr im Mobilitätsatlas Rheinland-Pfalz (www.verkehr.rlp.de) vorhanden sind?
Zum Beispiel werden von dem Baustellenbereich der A 60, Steinebrück, keine Durchfahrtsbreiten angezeigt. Das wäre zum einen wichtig für Genehmigungen und zum anderen auch für entsprechende Unternehmen der Transportbranche.
Es ist gewünscht, Informationen zu der maximalen Durchfahrtsbreite, Durchfahrtshöhe und Beschränkungen von Tonnagen im Mobilitätsatlas wiederzugeben. Hieran wird noch gearbeitet.
Online-Zugangsgesetz (OZG)
Die Anforderungen des OZG für Verkehrsraumeinschränkungen werden auf Bundesebene federführend vom Land Hamburg entwickelt und getestet. Sobald ein Angebot für eine Anbindung besteht, wird das Land die Kommunen informieren.
Die OZG Anforderungen sind in SPERRINFOSYS bisher nicht abgebildet. Von der NOVASIB GmbH gibt es derzeit keine Entwicklung in diese Richtung, aber die Software ist bei Bedarf erweiterbar.
ALVA wird derzeit für die Umsetzung der Anforderungen, die sich aus dem OZG ergeben, weiterentwickelt.
Eine online-Beantragung von verkehrsrechtlichen Anordnungen ist in SPERRINFOSYS nicht vorhanden. Die Anwendung ist flexibel erweiterbar. Wenn sich entsprechende Anforderungen z.B. aus OZG-Prozessen ergeben, kann die Anwendung kostenpflichtig ergänzt werden.
In ALVA können digitale Anträge für Verkehrsraumeinschränkungen in den Modulen § 45 Baumaßnahmen und § 29 Veranstaltungen bereits online gestellt werden. Im Fachverfahren selbst werden die Antragsdaten digital übernommen und verarbeitet.
Die Umsetzung des digitalen Antragsmanagements ist derzeit über folgende Anbieter möglich:
- Form-Solutions GmbH
- BITBW - (Baden-Württemberg)
- Komm.ONE – (Standardprozess Baden-Württemberg)
- Seitenbau GmbH/ service-bw - (Baden-Württemberg)
- ThAVEL (GovOS) – (Thüringen)
- XIMA-FORMCYCLE
- CIVENTO/ ekom21 – Landesportal Hessen
- Amt24/ Lecos GmbH – Konzeption für Anwender in Sachsen
- brain-SCC GmbH (Rückinformation an Service-Konto) - Sachsen-Anhalt
- Dataport – Sachsen-Anhalt
- NAVO (GovOS) – Landeslösung Niedersachsen
- RathausDirekt / Nolis GmbH
- bol Behörden Online Systemhaus GmbH
